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Nonstopdrivel  
#1 Posted : Wednesday, August 3, 2011 1:25:36 AM(UTC)
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Geschichte der Green Bay Packers

Die Packers halten mit 13 NFL Meisterschaften (inklusive Super Bowl I, II, XXXI und XLV) den Ligarekord. Dies ist eine wunderbare Leistung für einen Club, der, bedingt durch finanzielle Probleme in früheren Zeiten, der Kommune gehört. Diese Probleme verwundern einen nicht, wenn man weiss, daß Green Bay, an den Ufern des Lake Michigan gelegen, nur 90.000 Einwohner hat.

Der drittälteste Club der NFL wurde am 11. 8. 1919 von Curly Lambeau und George Calhoun ins Leben gerufen. Der Name Packers entstand, weil das Team von einer Konservenfirma gesponsert wurde.

1921, im ersten Jahr ihres Bestehens, wurden sie vierter, mit Lambeau als Head Coach. Geldprobleme drohten dem Club ein schnelles Ende an, doch die Leute aus der Gemeinde legten zusammen und retteten ihre Mannschaft.

Lambeau hatte ein gutes Gespür für Talente, und so waren die Packers von Anfang an siegreich. 1929 holten sie ihren ersten Meistertitel.

Lambeau war ein Pionier des Vorwärtspasses und fand in Passempfänger Don Hutson einen Spieler nach seinem Geschmack. Von seinem allerersten Spiel an terrorisierte Hutson die NFL, und er war der Eckpfeiler der Meistersaisons 1936, 39 und 1944.

Nach dem Krieg verließ das Glück den Club, und die rivalisierende AAFC tat den Packers besonders weh, da sie den Krieg um die Spielergehälter nicht mithalten konnten.

Lambeau verließ den Club 1949, nach einer 2-10 Saison, mit der er ins Kreuzfeuer der Kritik geraten war.

Die Fünfziger waren durchweg miserabel für den stolzen Club. Die Trainer kamen und gingen. Endlich, 1959, nach der schlechtesten Saison mit 1-10-1 Punkten, kam Vince Lombardi nach Green Bay, und damit begann die erfolgreichste Zeit der Packers.

Lombardi hatte eine sehr einfache Philosophie - mach die einfachen Sachen und mach sie gut. Er glaubte, daß die gute Durchführung der Basisspielzüge ausreichte, ein siegreiches Team zu bilden. Seine simple Idee ging auf. Bis 1967 holte Green Bay fünf Meisterschaften, inklusive der ersten beiden Super Bowls. Nach bemerkenswerten neun Jahren mit 141-39-4 Siegen hörte Lombardi, nach dem die Siegestrophäe des Super Bowls benannt ist, in Green Bay auf und ging nach Washington. Mit Lombardi ging auch der Erfolg .

Kürzlich war einer von Lombardis alten Superstars Head Coach des Teams, Forrest Gregg. Gregg spielte in beiden Super Bowl Siegen Offensive Tackle in Green Bay, und als Head Coach hatte er schon die Bengals in den Super Bowl geführt. Aber auch ihm war kein Erfolg an seiner alten Stätte beschieden, wie den anderen Nachfolgern Lombardis. In der Ära Lombardi gewannen die Packers 75,7% ihrer Spiele (98-30-4). Kein Coach nach ihm, Phil Bengston (1986-70), Dan Devine (71-74), Bart Starr (75-83), und Forrest Gregg (84-87), kam über 48%.

Ab 1988 coachte Lindy Infante die Dosenfabrikanten, mit 4-12 Siegen zunächst ohne Erfolg. Doch als er in der Saison 1989 Don Majkowski zum Starter auf dem Posten des Quarterbacks machte, ging es steil bergauf. Erst im letzten Monday Night Spiel konnten die Vikings, mit einem Sieg über Cincinnati, an Stelle der Packers in die Playoffs einziehen.

Doch die Magie des Majik-Mans verblasste furchtbar schnell.

Zwar blieb er noch bis 1992 im Team aber seine Ablösung lauerte schon. 1992 geschahen nämlich zwei Sachen, die aus den Packers ein wettbewerbsfähiges Team machten. Als erstes übernahm Mike Holmgren den Job des Head Coaches, und als zweites wurde Brett Favre als Quarterback aus Atlanta geholt.

Favres Einstand als Quarterback war eine Katastrophe. Er wollte bei jedem Spielzug den Erfolg erzwingen. Geduld und Spielübersicht waren Fremdwörter für ihn.

Aber Holmgren bewies Geduld. Er vertraute auf die Lernfähigkeit seines ersten Mannes, und er behielt recht. Favre lernte seine Lektionen. Er lernte, wann er einen Pass besser mal ins Aus wirft.

Dennoch wurde der Super Bowl Sieg im Jahr 1997, nach der 96er Saison, der Verteidigung zugeschrieben. Reggie White, Sean Jones und Santana Dotson bildeten die beste Abwehrreihe der Liga. 11 mal ließ die Defense der Packers weniger als 14 Punkte pro Spiel zu.

Dazu halt ein Brett Favre, der plötzlich ohne seine etatmäßigen Wide Receiver auskommen musste. Als diese nach und nach wegen Verletzung ausfielen und Ersatz rangeschafft wurde, zeigte sich, daß Favre endlich die nötige Ruhe und Spielübersicht hatte. Er traf den offenen Receiver, egal wer es nun war, und wo er auf dem Feld seine Route lief.

So erreichte Green Bay exakt 30 Jahre nach ihrem ersten Super Bowl Sieg wieder das große Ziel.

Für 1997 hatten sich die Packers ein großes Ziel gesetzt. Sie wollten 25 Jahre nach den Dolphins, das zweite Team werde, das eine ungeschlagene Saison durchläuft. Diese Arroganz wurde schon in Woche 2 bestraft. Philadelphia gewann mit 10:9 gegen die Packers.

Dennoch spielte sich der Club in den Super Bowl. Brett Favre wurde nach Wertungspunkten nur der drittbeste Quarterback der Liga, doch der Titel des wertvollsten Spielers der Liga wurde wieder ihm zugesprochen. Allerdings musste er ihn sich mit Running Back Barry Sanders von den Lions teilen.

Im Super Bowl gab es dann die dickste Überraschung, die man sich überhaupt nur vorstellen konnte. Die Packers verloren, als Favorit mit sieben Punkten gehandelt, gegen die Denver Broncos. Somit gewann nach 13 Jahren NFC Dominanz zum ersten Mal wieder ein Club aus der AFC.

1998, wieder erreichte Green Bay die Playoffs so, wie man es erwartet hatte. Natürlich waren auch die 49ers dort wieder ein Gegner, nur mit dem Unterschied, daß San Francisco dieses Mal gewann. Mit 27:30 schieden die Packers schon in der ersten Runde aus. Das hatte niemand erwartet.

Head Coach Mike Holmgren bekam ein Angebot aus Seattle, das er nicht ausschlagen konnte. Er wechselte zu den Seahawks.

Entsetzen machte sich breit, als sein Nachfolger ernannt wurde, Ray Rhodes. Zugegeben, er wurde mit den Eagles in seinem ersten Jahr dort zum Head Coach des Jahres gewählt, aber danach gab es nur noch eine Richtung - Abwärts.

Die Eagles wurden zu einem zuverlässigen Punktelieferanten in der Folgezeit und Rhodes musste gehen.

Es kam, wie es kommen musste, die Packers erreichten unter Rhodes nicht die Playoffs und er musste schon nach einem Jahr in Green Bay wieder gehen.

Danach begann eine fiese Schlammschlacht, angezettelt von einer Schwarzen Menschenrechtsgruppe. Hier die Meldung, die dazu in WIN-FOOTBALL erschien: „Wurde Rhodes gefeuert, weil er Schwarzer ist?

Eine der unzähligen Menschenrechtskommissionen in den Staaten will untersuchen lassen, ob Ray Rhodes in Green Bay gefeuert wurde, weil er Schwarzer ist.

Die „Jesse Jackson Gruppe“ will erkannt haben, daß an ihn höhere Anforderungen gestellt wurden, als an einen weißen Head Coach.

Nun, die Anforderung war, die Playoffs zu erreichen. Das hätte Ray Rhodes auch als Weißer nicht geschafft.“

Soviel dazu!

Mike Sherman, der unter Holmgren schon Assistenztrainer in Green Bay war, bekam im Januar 2000 den Job des Cheftrainers der Packers.

2001 kamen die Packers bis in die Divisional Playoffs, wo sie allerdings von den Rams ganz deutlich gezeigt bekamen, wo sie Leistungsmäßig standen. 45:17 gewann St. Louis in einer ganz einseitigen Partie.

Mit 12 Siegen im Jahr 2002 gehörten die Packers zu den drei besten Teams der Liga in der regulären Saison. Um so seltsamer, daß schon in den Wild Cards und dann auch noch Zuhause gegen die Falcons Endstation war.

In der Saison 2003 besiegten die Packers in der Verlängerung des Wild Card Spiels die Seahawks mit 33:27. Gegen die Eagles war dann in der nächsten Runde allerdings Endstation.

Auch 2004 erreichte Green Bay die Playoffs, wo die Vikings allerdings schon. in den Wild Cards mit 31:17 gewannen.

Mit dem sich doch schon über seinem Zenit befindenden Brett Favre schienen die Packers aber jetzt nichts mehr reissen zu können. Favre war zwar immer noch ein Nationalheld in Green Bay, aber sein Pulver war verschossen. Dazu kam ein unglaubliches Verletzungspech bei den Läufern und Receivern in den Saisons 2005 und `06, so daß die Playoffs beide Male nicht erreicht wurde.

Seit dem 12. Januar 2006 ist Mike McCarthy Head Coach der Packers. Er versuchte das Team wieder wettbewerbsfähig zu machen. Hierzu versuchte er zunächst den alten Mann Favre durch eine junge O-Line schützen zu lassen. Das ging schief im ersten Jahr, aber irgendwo musste McCarthy ja anfangen.

Abgehalftert und als ein Schatten seiner Selbst beendeten Favre und die Packers die Saison.

Wie Phoenix aus der Asche ging es in die Saison 2007. Wer spielte da? Waren das wirklich Favre und die Packers?

Ja, sie waren es. Als wenn Alle gewusst hätten, daß es die letzte Saison für einen der besten Quarterbacks aller Zeiten werden würde, spielten sie beinahe über ihre Verhältnisse. Mit 13 Siegen und nur 3 Niederlagen waren sie, zusammen mit den Cowboys, das beste Team der NFC.

Erst gegen die Giants mussten sie sich geschlagen geben... im NFC Endspiel... mit 20:23 nach Verlängerung. Das unwiderruflich letzte Spiel der Legende Brett Favre. Er gab nach der Saison unter Tränen seinen Rücktritt bekannt.

Sein Ersatzmann Aaron Rodgers bekam endlich seine Chance und führte das Team in die Saison 2008. Natürlich war er nicht so gut wie Favre, aber die sachkundigen Packersfans unterstützten ihn, und das auch dann, als Brett Favre seinen Rücktritt vom Rücktritt bekanntgab.

Der Vorstand der Packers spielte aber bei diesen neuen Sperenzchen nicht mit, und kündigte an, daß Favre nicht wieder in den Kader aufgenommen würde. Rodgers wäre jetzt der Mann für die Zukunft, und Favre könnte sich ein neues Team suchen.

Favre landete bei den Jets und die Packers mit nur sechs gewonnen Spielen auf Platz drei der NFC North.

2009 ging es dann mit der Kombination aus Head Coach Mike McCarthy und Quarterback Aaron Rodgers in die Playoffs. In der Wild Card Runde wartete Arizona als Gegner und wie die in die Playoffs gekommen waren, wusste keiner so recht. Dennoch lieferten sie den Packers einen höllischen Kampf und am Ende siegten sie mit 51:45 nach Verlängerung.

Doch Green Bay hatte Anlauf genommen und nahm 2010 alle Hürden, die sich vor ihnen auftaten. Mit Aaron Rodgers und praktisch ohne Laufspiel, aber mit einer phantastischen Verteidigung, erreichte man die Playoffs. In den Wild Cards musste Green Bay nach Philadelphia. Die Eagles waren dank der Leistungen ihres Quarterbacks Michael Vick selber gerade auf einem Höhenflug.

Egal, die Defense der Packers hielt Vick in Schach und Green Bay gewann 21:16.

In den Divisional Playoffs musste Green Bay nach Atlanta, zum besten Team der NFC aus der Vorrunde. Die Falcons waren gerade zuhause eine Macht, und Quarterback Matt Ryan spielte eine Wahnsinnssaison. Doch die spielte die Defense der Packers auch und Green Bay verließ Atlanta als 48:21 Sieger.

Und wieder musste Green Bay reisen, dieses Mal nach Chicago. Die Bears waren stolz auf ihre Defense, die sich selbst als unüberwindbar sah. Das musste sie auch sein, denn die Offense der Bears war nicht NFL tauglich. So bereitete es der Verteidigung der Packers auch keine Probleme ihre an diesem Tag stotternde Offense tatkräftig zu unterstützen und mit einem 21:14 Sieg aus Chicago abzureisen. Nächste Destination: Dallas, wo man im Super Bowl endlich das Heimteam war.

Drei Playoffspiele auswärts gewonnen, damit hatten sie den vollen Respekt der Steelers, dachte man.

Doch die Offense der Steelers ging am Dienstag vor dem Super Bowl lieber auf eine Sauftour, als zur Ruhe und man hatte im gesamten Super Bowl den Eindruck, daß das den Ausschlag gab. Doch auch die Starverteidiger der Steelers, Troy Polamalu und James Harrison hielten sich auffällig zurück und konnten keine Akzente setzen.
Die setzte die Verteidigung der Packers und Aaron Rodgers.

Rodgers vervollständigte 24 seiner 39 Pässe für 304 Yards und 3 Touchdowns.

Damit schaffte er es, sein Team zu einem verdienten 31:25 Sieg zu führen und selber zum wertvollsten Spieler des Super Bowls zu werden. Eine Auszeichnung die Brett Favre in seiner Karriere nie erhielt.

Und in Green Bay begann man sich zu fragen: „Brett wer?“



© win-football, alle rechte vorbehalten
beast  
#2 Posted : Wednesday, August 3, 2011 1:41:29 AM(UTC)
Setzen sie den kalk in die kokosnuss ein und rütteln ihn gut [grin1]
Nonstopdrivel  
#3 Posted : Wednesday, August 3, 2011 3:37:19 AM(UTC)
Was zum Teufel?:-k
beast  
#4 Posted : Wednesday, August 3, 2011 9:12:12 AM(UTC)
Nonstopdrivel said: Go to Quoted Post
Was zum Teufel?:-k

Mamma sagt foosballs der teufel
(Ich bin sage das Versuchen, Sachen auf Deutsch zu sagen)

waterboy
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