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Quote:Hochspanndes Super-Bowl-Finale in Dallas/Texas Rodgers führt die Packers zum Sieg Nach einer 14-jährigen Durststrecke haben die Green Bay Packers zum vierten Mal den Super Bowl gewonnen.
Der überragende Passfänger Jordy Nelson und sein Quarterback Aaron Rodgers feiern - Green Bay hat den Super Bowl.Angeführt von seinem starken Quarterback Aaron Rodgers setzte sich das Team aus dem US-Bundesstaat Wisconsin im 45. Endspiel der National Football League (NFL) mit 31:25 (14:0, 7:10, 0:7, 10:8) gegen Rekordmeister Pittsburgh Steelers durch. Rodgers, der durch den Erfolg im texanischen Arlington endgültig aus dem Schatten seines Vorgängers Brett Favre getreten sein dürfte, warf Pässe für einen Raumgewinn von insgesamt 304 Yards und verbuchte drei Touchdowns. Kurz nach dem Finale wurde der 27-Jährige zum "wertvollsten Spieler" (MVP) der Partie gekürt. Steelers-Spielmacher Ben Roethlisberger, der Pittsburgh 2006 und 2009 zum Titelgewinn geführt hatte, erwischte hingegen einen katastrophalen Start in die Partie. Schon vor der Halbzeit landeten zwei Pässe des Quarterbacks in den Armen von Green Bays Verteidigern. Die Packers nutzten diese Schwäche eiskalt aus und zogen auf 21:3 davon. Die Steelers ließen sich jedoch nicht entmutigen. Nach der Halftime-Show mit dem umjubelten Auftritt der Popgruppe Black Eyed Peas kam das Team um den nun sicherer agierenden Roethlisberger bis auf vier Punkte heran. Mendenhalls teurer Ballverlust
Ein Ballverlust von Pittsburghs Running Back Rashard Mendenhall zu Beginn des letzten Spielabschnitts stoppte die Aufholjagd der Steelers dann vorerst. Rodgers warf in der Folge seinen dritten Pass in die gegnerische Endzone. In einem nun packenden Endspiel wusste Roethlisberger jedoch eine Antwort. Der 28-Jährige fand Passempfäger Mike Wallace und die Steelers verkürzten auf 25:28. Nach einem Field Goal von Packers-Kicker Mason Crosby konnte Pittsburgh dann aber nicht mehr zurückschlagen. Für Roethlisberger standen vor über 100.000 Zuschauern im Cowboys Stadium am Ende Pässe für einen Raumgewinn von 263 Yards und zwei Touchdowns zu Buche. Vor dem Titelgewinn gegen Pittsburgh hatte Green Bay in den ersten beiden Super Bowls 1967 und 1968 sowie zuletzt 1997 triumphiert. Die Steelers verpassten bei ihrer achten Teilnahme an einem NFL-Finale hingegen den siebten Meistertitel. "Eine unglaubliche Nacht, großartige Truppe, großartiger Sieg", jubelte Packers-Quarterback Aaron Rodgers, der auf den Schultern seiner Mitspieler durch die Arena getragen wurde. "The Pack is back", schrieb die Zeitung "Miami Herald" - Amerikas wichtigste Sport-Trophäe kommt wieder nach Hause. sid/dpa | Stand: 07.02.2011, 04:30 Green Bay feiert den Super-Bowl-Sieg
Ein Highlight vor fast allen amerikanischen Sportveranstaltungen ist die Nationalhymne. In Dallas begeistert Pop-Superstar Christina Aguilera die über 100.000 Zuschauer beim Super Bowl XLV. Dass sie angeblich eine Textzeile vergisst und dafür eine andere doppelt darbietet, dürfte die wenigsten gestört haben. Die Uhr ist gerade mal 24 Sekunden weiter getickt, da feiern schon wieder die Packers. Steelers-Quarterback Ben Roethlisberger wirft einen Pass genau in die Arme von Green-Bay-Safety Nick Collins - der trägt die Interception zum zweiten Packers-Touchdown zurück in die Endzone. Es steht 14:0. Für Ben Roethlisberger ist damit der Horrorstart in die Partie perfekt. Auch beim Auftakt des zweiten Viertels läuft es nicht ganz nach Wunsch. Diesmal gelingen dem Steelers-Frontmann zwar einige gute Pässe, für einen Touchdown reicht es aber nicht - Shaun Suisham kommt nur per Field Goal zum 3:14. Und es geht grausam weiter für den Mann, der mit einer heldenhaften Leistung auch ein Zeichen gegen die vielen außersportlichen Vorwürfe und Gerüchte setzen wollte. Die Packers halten den Druck hoch, Ben Roethlisberger will trotzdem etwas Großes zeigen und überdreht - die nächste Interception knapp fünf Minuten vor der Halbzeit ist die Folge. Aaron Rodgers bietet bis zu diesem Zeitpunkt das komplette Kontrastprogramm zu Roethlisberger. Er bringt seine Pässe zentimetergenau an den Mann, und das, obwohl auch er sehr riskante Zuspiele abfeuert. Eins davon nutzt Greg Jennings 2:24 Minuten vor dem Seitenwechsel trotz großer Bedrängnis zum 21:3 - die Vorentscheidung scheint gefallen. Doch nach haben sich die Steelers nicht aufgegeben. 35 Sekunden vor der Pause kommen endlich auch sie im Super Bowl an - und verkürzen durch Hines Ward nach tollem Pass von Roethlisberger (inclusive Extrapunkt) auf 10:21. Für seinen ersten Touchdown-Pass in diesem Finale bedankt sich Ben Roehtlisberger mit einem Stoßgebet gen Himmel. Der Alptraum-Start mit zwei Interceptions ist vorerst vergessen.
Die Steelers hätten wohl am liebsten gleich weiter gespielt, doch zunächst ist die große Halftime-Show dran. Höhepunkt ist der mit einer spektakulären Lightshow untermalte Auftritt der Black Eyed Peas. In der zweiten Halbzeit entwickelt sich ein grandioser Schlagabtausch, in dem plötzlich die Green Bay Packers schwere Beine bekommen. Das Momentum wechselt zu den Steelers, die ihre Chance wittern und sich immer weiter herankämpfen. Nach 3:21-Rückstand ist plötzlich das größte Comeback der Finalgeschichte greifbar. Pittsburgh intensiviert das Laufspiel, versucht es immer wieder über den quirligen Rashard Mendenhall. Der Running Back kommt am Ende auf 63 Yards - und einen Touchdown zum 17:21. Plötzlich sind die Steelers in Schlagdistanz, ehe sich ausgerechnet Mendenhall einen Ballverlust leistet, den Green Bay durch Greg Jennings zum erneuten Ausbau der Führung nutzt. Nach 3:03 Minuten im Schlussviertel steht es 28:17 für die Packers Doch die Steelers stecken auch diesen erneuten Nackenschlag weg und kommen noch einmal zurück in die Partie. Wide Receiver Mike Wallace fängt Mitte des Schlussviertels den Pass von Roethlisberger, danach verzichtet Pittsburgh auf den Extrapunkt und schließt eine Two-Point-Conversion erfolgreich ab - es steht 25:28 und die Packers wackeln. Ihren letzten Drive nutzt das Team von Green Bay "nur" zu einem Field Goal, baut die Führung damit auf 31:25 aus. Das heißt: Mit einem Touchdown plus Extrapunkt hieße der Sieger am Ende doch noch Pittsburgh Steelers. Es liegt also an Ben Roethlisberger, der 2:07 Minuten Zeit hat, nach einem Horrorstart doch noch der Held des Abends zu werden. Doch die Defense der Packers übersteht den letzten Drive, alle vier Wurfversuche von Roethlisberger führen zu nichts mehr. Am Ende jubeln die Green-Bay-Fans über den Triumph im Super Bowl XLV, den sie vor allem ihrem Blitzstart zu verdanken haben. Für Aaron Rodgers ist die Nacht von Dallas der endgültige Durchbruch, er tritt aus dem Schatten seines schon zu Lebzeiten legendären Vorgängers Brett Favre. Rodgers wird für seine große Leistung mit drei Touchdownpässen (und eben keiner Interception) zu Recht zum wertvollsten Spieler des Finals gekürt. Quarterback Aaron Rogers streckt nach dem Sieg die Vince Lombardi Trophy gen Himmel. Stolz präsentiert auch Tom Crabtree die Trophäe der Weltpresse.(Actually, that is Scott Wells.) |